18.01.2021

Bechmann Dritter, Gerter mit Comeback

Tag zwei des 1. Frankfurter Wintercups stand dem ersten Wettkampftag in nichts nach. Gefordert waren diesmal die Mehrkämpfer/innen sowie die Athleten technischer Disziplinen.

Der zweite und letzte Wettkampftag des 1. Frankfurter Wintercups in der Leichtathletikhalle Kalbach begann mit einem Fünffacherfolg aus Sicht der Eintracht: Im Kugelstoßen-Mixed-Wettbewerb der Altersklassen U18 und U20 gewann Michael Neuenroth (15,39m) vor Marius Karges, Maras Lovro, Curly Brown und Lena Weinrauch. Wenig später startete der Weitsprung in den Altersklassen U18 und U20. Julian Holuschek, einziger Eintrachtler im Teilnehmerfeld, belegte mit 6,57m Rang sechs.

Bechmann hinter Nowak und Kazmirek

Mit Spannung wurden jeweils die Mehrkampf-Wettbewerbe der Frauen und Männer erwartet. Adlerträger Andreas Bechmann bekam es mit hochklassiger Konkurrenz zu tun: Unter anderem Kai Kazmirek gehörte dem Teilnehmerfeld an. Und der WM-Dritte von 2017 sicherte sich gleich zu Beginn den Sieg in der Auftaktdisziplin 60m Hürden. Mit 8,17 Sekunden landete Kazmirek vor Tim Nowak vom SSV Ulm (8,37) und Bechmann (8,53). In den Folgedisziplinen behielt der Adlerträger die Oberhand: Mit 14,22 Meter im Kugelstoßen und 5,00 Meter im Stabhochsprung ließ Bechmann die Konkurrenz hinter sich. Im abschließenden Lauf über 600 Meter musste er seinen Konkurrenten jedoch den Vortritt lassen. Im Gesamtklassement stand schließlich der Ulmer Tim Nowak ganz oben (3262 Punkte), gefolgt von Kazmirek (3152 Punkte) und Lokalmatador Bechmann (2924 Punkte). Während Bechmann „alles in allem recht zufrieden mit der Leistung“ sei, zeigte sich Kazmirek etwas enttäuscht: „Mein Abschneiden war heute leider nicht so gut“, so der 29-Jährige, der dennoch lobende Worte in Bezug auf die Ausrichtung des Wintercups fand: „Die Veranstaltung war super organisiert, jeder Beteiligte hat sich an die Vorgaben gehalten.“

Tösmann auf Bronzerang, Sinning dahinter

Auch der Dreikampf der Damen – mit den beiden Adlerträgerinnen Lilian Tösmann und Miriam Sinning – versprach Spannung bis zum Schluss. Mit einer guten Leistung über die 60 Meter Hürden setzte sich Sinning (8,59) zunächst an die Spitze des Tableaus vor Vanessa Grimm vom Königsteiner LV (8,65) und Sophie Weißenberg vom TSV Bayer Leverkusen (8,92). Im anschließenden Hochsprung ließ Tösmann ihre Kontrahentinnen hinter sich und gewann mit übersprungenen 1,75 Metern. Sinning belegte mit 1,66 Rang fünf. Zum Abschluss untermauerte Vanessa Grimm ihre hervorragende Gesamtleistung und setzte sich nicht nur im Kugelstoßen, sondern auch im Endklassement des Dreikampfs auf Rang eins vor Sophie Weißenberg. Lilian Tösmann belegte im Gesamtranking Rang drei, Miriam Sinning Platz vier.

Die Impressionen des zweiten Wettkapftages

Mihambo Vierte bei Heinle-Sieg

Als abschließender Höhepunkt des zweiten Wettkampftages fand ein hochkarätig besetzter Mixed-Wettbewerb im Weitsprung statt, zu dessen Teilnehmerfeld unter anderem Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) und Vize-Europameister Fabian Heinle (VfB Stuttgart) gehörten. Adlerträgerin Julia Gerter gab nach einem Achillessehnenriss Mitte 2019 ihr Comeback. Während Mihambos erster Versuch über 6,52m ihr bester Sprung des Abends bleiben sollte, kam Eintrachtlerin Gerter von Mal zu Mal besser in Fahrt. Auf ihren ersten gültigen Versuch über 6,21 in Durchgang drei folgten drei weitere gültige Sprünge – und ihr bester zum Schluss über 6,31 Meter. Nach langer Verletzungspause zeigte sich die Gerter glücklich: „Zunächst bin ich unendlich dankbar, dass dieser top-organisierte Wettbewerb überhaupt stattfinden konnte“, so Gerter, die ergänzt: „Ursprünglich war mein Ziel, die 6,10 zu knacken. Nachdem ich gemerkt habe, da geht sogar noch mehr, habe ich mir die 6,30 Meter zum Ziel genommen. Das ist mir im letzten Versuch gelungen, darüber bin ich unfassbar happy.“ Der Sieg ging wie erwartet an Fabian Heinle (7,94) vor Gianluca Puglisi vom Königsteiner LV (7,84). Maryse Luzolo (ebenfalls Königsteiner LV) sprang – wie Mihambo – 6,52 und schob sich in der Tabelle vor die Weltmeisterin, die Rang vier im Endklassement belegte. Julia Gerter beendete den Wettkampf hinter der Göttingerin Merle Homeier (6,38) auf Rang sechs vor Malin Stavenow (5,91).

Der Wintercup war ein Musterbeispiel dafür, wie ein Wettkampf unter diesen Bedingungen ausgetragen werden kann – das macht Lust auf mehr.

Abteilungsleiter Michael Krichbaum

Nach einem spannenden zweiten Wettkampftag mit reibungslosem Ablauf zog Michael Krichbaum, Abteilungsleiter Leichtathletik, ein überaus zufriedenes Fazit: „Der 1. Frankfurter Wintercup war insgesamt ein voller Erfolg und eine tolle Veranstaltung mit staken Leistungen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die vorbildliche Umsetzung des Hygienekonzepts sowie bei der Stadt und dem Sportamt, die die Ausrichtung des Events möglich gemacht haben“, so Krichbaum. Er ergänzt: „Der Wintercup war ein Musterbeispiel dafür, wie ein Wettkampf unter diesen Bedingungen ausgetragen werden kann – das macht Lust auf mehr.“

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