03.03.2021

Bechmann und Reuther starten in Torun

Am kommenden Wochenende kämpfen mit Marc Reuther und Andreas Bechmann auch zwei Adlerträger bei den Hallen-Europameisterschaften um die Medaillen, doch die Konkurrenz ist stark.

Es ist das Highlight der diesjährigen Hallensaison, die durch die Corona-Pandemie ganz anders verlaufen ist als sonst. Doch die Sportlerinnen und Sportler sind froh, dass Events, wie nun die Hallen-Europameisterschaften, überhaupt stattfinden können und sie in ihren jeweiligen Disziplinen an den Start gehen dürfen. Marc Reuther, 800-Meter-Spezialist, und Mehrkämpfer Andreas Bechmann wechseln für die EM den Eintracht-Adler gegen den Bundesadler und gelten als Geheimfavoriten auf eine Top-Platzierung.

Bechmann trifft auf Weltrekordhalter

Für Andreas Bechmann ist es bereits die zweite Teilnahme an europäischen Titelkämpfen. Vor zwei Jahren kam er bei seiner Premiere in Glasgow auf 6001 Punkte und erreichte damit den fünften Platz. „Das war wirklich Hammer“, erinnert sich der damals 19-Jährige. In diesem Jahr hat der Adlerträger seine damalige Leistung bereits übertroffen. Keine Selbstverständlichkeit für den jungen Athleten. Nach der Absage der Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf war lange unklar, ob und vor allem wie Bechmann überhaupt die Möglichkeit erhalten würde, um sich für die EM zu qualifizieren. „Es war bis zuletzt unklar, doch wir haben glücklicherweise dann gemeinsam die Option Frankfurt entwickelt“, erklärt Bechmann. Beim Mehrkampf in der Frankfurter Kalbach Halle – ein echtes Heimspiel für den Frankfurter – konnte der 21-Jährige 6.057 Punkte erreichen und sich in eine gute Ausgangslage bringen.

Es macht mich stolz, wenn ich das Nationaltrikot tragen und Eintracht Frankfurt international vertreten darf.

Andreas Bechmann

„Ich bin stolz, dass ich unter den zwölf besten Mehrkämpfern Europas bin, beziehungsweise unter den besten sechs, die sich qualifiziert haben“, so der Athlet von Jürgen Sammert. Unter den zwölf teilnehmenden Athleten ist unter anderem auch der Weltrekordhalter im Zehnkampf, Kevin Mayer, der als Favorit auf den Titel gilt. „Das Teilnehmerfeld ist sehr stark, allen voran natürlich Mayer. Ich denke nicht, dass meine Leistung aus Glasgow für eine ähnliche Platzierung reichen würde“, betont Bechmann demütig. Trotzdem sei er sich seinen Stärken bewusst und blickt selbstbewusst auf die anstehenden Titelkämpfe. „Ich bin fit und denke, dass ich die Leistung aus Frankfurt überbieten kann. Ich freue mich, wieder international starten und die Meisterschaft erleben zu dürfen. Es macht mich stolz, wenn ich das Nationaltrikot tragen und Eintracht Frankfurt international vertreten darf“, so Bechmann vor der Abreise nach Polen. Gelingt es dem 21-Jährigen im Vergleich zum Wintercup noch einmal seine Leistung zu steigern, kann sich Bechmann berechtigte Hoffnungen auf eine Top-Platzierung, wie bereits vor zwei Jahren, machen. Der Mehrkampf startet am frühen Samstagmorgen, Startschuss über die 60 Meter ist um 10 Uhr.

Erstes Finale für Marc Reuther?

Eine Top-Platzierung hat auch Marc Reuther im Blick. Der 800 Meter-Läufer macht sich berechtigte Hoffnungen, denn bei seinem Saisoneinstieg in Erfurt konnte der 24-Jährige bereits ein erstes Ausrufezeichen setzen. 1:46,21 Minuten bedeuteten Deutsche Jahresbestleistung und auch in Europa gilt Reuther damit zu den Besten in seiner Disziplin. Bei der Deutschen Meisterschaft musste sich der Adlerträger zwar Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau) und Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) geschlagen geben – eine überraschende Niederlage. „Ich bin mit den Deutschen Meisterschaften natürlich nicht zufrieden. Mein Ziel ist es national immer zu gewinnen“, so Reuther nach dem Rennen. Doch den Kopf in den Sand stecken? Definitiv nicht. Die Ziele für das Meisterschaftswochenende sind klar. „Bei der EM möchte ich von Runde zu Runde schauen. Ziel ist es allerdings, sich im Vorlauf durchzusetzen und ins Finale einzuziehen.“

Für den Adlerträger wäre es damit im dritten Versuch das erste internationale Finale. Sein Debüt im Nationaltrikot feierte Reuther bei den Europameisterschaften im Berliner Olympiastadion im Jahr 2018. In einem unruhigen Vorlauf kam Reuther in ein Gerangel und wurde nachträglich disqualifiziert. „Wir wollten einfach zu viel. Wir waren zu perfektionistisch“, analysierte Reuther damals im Anschluss. Auch bei den Weltmeisterschaften in Doha im darauffolgenden Jahr war für den 800-Meter-Spezialisten nach den Vorläufen Schluss. In diesem Jahr soll es für den deutschen Jahresschnellsten bis in den Endlauf gehen. In einem Meisterschaftsrennen hätte Reuther alle Möglichkeiten, denn dass die 800 Meter häufig für eine Überraschung gut sind, haben die Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr gezeigt. Der Startschuss für die Vorläufe fällt um 20.45 Uhr am Freitagabend.

Die Hallen-Europameisterschaft

Wann: 4. bis 7. März 2021 (Zeitplan)
Wo: Torun (Polen)
Übertragung: Es wird keinen Livestream geben.

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