13.01.2022

Hervorragende Stimmung

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende ist Daniel Borchardt wieder zurück in der Spitze der hessischen Leichtathletik. Im Interview spricht er über die Gründe für den Leistungssprung und seine Ziele.

Daniel Borchardt am vergangenen Wochenende bei seinem 200 Meter Lauf. (Bild: Klaus Peters)

Daniel Borchardt - der ehemalige Hürdenläufer ist kein unbeschriebenes Blatt in der hessischen und deutschen Leichtathletik. 2018 wurde er als damals 17-Jähriger bei den Nachwuchstitelkämpfen in Rostock Vize Deutscher Meister über die 110 Meter Hürden und doch scheint es so, als sei sein Name noch nie so präsent gewesen wie heute. Grund dafür ist, dass wohl kaum einer nach dem vergangenen Sommer mit einer solchen Leistungsexplosion gerechnet hätte, wie sie am vergangenen Wochenende passierte. Denn Borchardt war beim 2. Frankfurter Wintercup nicht zu schlagen. Er verbesserte seine Bestleistung über 60 Meter um drei Zehntel auf 6,91 Sekunden und konnte auch diese über 200 Meter um eine halbe Sekunde auf 22,11 Sekunden steigern. Damit sicherte er sich vor etablierten Sprintern wie Vereins- und Trainingskollege Philip Hennemuth und Simon Ehammer den Doppelsieg in den Sprintdisziplinen und überraschte damit sich selbst und seine Gegner. Im Interview spricht der Frankfurter über die Gründe für seine Leistungssteigerung und gibt einen Ausblick auf seine Ziele und die kommenden Aufgaben.

Daniel, du konntest am vergangenen Wochenende sämtliche Bestleistungen pulverisieren. Wie erklärst du dir diese enormen Leistungsschub? 
Daniel Borchardt: Durch den Wechsel in die Trainingsgruppe von Florian Daum konnte ich den Spaß am Leistungssport zurückgewinnen. Die Stimmung in der Gruppe ist seit Anfang an hervorragend und ich denke, dass dieses Umfeld eine enorm wichtige Grundlage für einen guten Saisoneinstieg war oder ist. Zusätzlich konnte ich den Leistungssport in den letzten Wochen komplett in den Fokus stellen. Abseits von den äußeren Umständen schlagen die Trainingsmethoden von Florian bei mir optimal an und ich denke ich habe mir die Ergebnisse durch intensives Training hart erarbeitet.

Die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften über 60 und 200 Meter sind mein Ziel.

Daniel Borchardt

Trainingsgruppe ist ein gutes Stichwort. Welche Rolle spielen Trainingskollegen wie Philip Hennemuth, der am vergangenen Wochenende Zweiter geworden war? 
Für mich spielt die Stimmung in der Gruppe eine große Rolle und ich bin sehr froh darüber, Philip nicht nur als Trainingspartner, sondern auch als Freund zu wissen. Es macht großen Spaß, sich in jedem Training gegenseitig zu pushen und zu guten Leistungen zu motivieren.

Gute Leistungen waren das am vergangenen Wochenende allemal. Was hast du gedacht, als du die 6,91 Sekunden und 22,11 Sekunden auf der Uhr gesehen hast?
Ich habe mich natürlich extrem darüber gefreut, dass das Training in den letzten Wochen und Monaten belohnt wurde, vor allem aber motiviert es mich in den kommenden Wochen genau so weiterzumachen wie bisher.

Die kommenden Woche haben noch einige Highlights zu bieten. Wie geht es jetzt weiter? was sind die Ziele für die Hallensaison? 
Kurz und knapp: Die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften über 60 und 200 Meter sind mein Ziel. Jedoch ist es mir am wichtigsten, weiter qualitativ hoch trainieren zu können und gesund zu bleiben.