03.05.2021

Hutterer siegt im Mehrkampf

Der zweite Tag des „Fly up- and far Meetings“ versprach Leichtathletik auf einem Weltklasse-Niveau. Besonders der Mehrkampf war mit nationalen und internationale Top Athleten gespickt.

Der zweite Tag startete mit den Hürdenläufen der Mehrkämpferinnen. In einer starken Konkurrenz, fand Louisa Grauvogel (TSV Bayer 04 Leverkusen) am besten in den Vierkampf hinein und durchquerte den Hürdenwald in 13,59 Sekunden. Knapp hinter der Leverkusenerin landete Isabel Mayer (LG TELIS FINANZ Regensburg) in einer Zeit von 13,66 Sekunden. Komplettiert wurde das Podium durch Vanessa Grimm (Königsteiner LV), die mit einer Zeit von 13,89 Sekunden ihre Bestleistung nur knapp verfehlte. Die deutsche Meisterin des vergangenen Jahres, Adlerträgerin Carolin Schäfer, wurde in einer Zeit von 14,07 Sekunden Vierte. Die Frankfurterinnen Miriam Sinning und Maira Gauges belegten die Plätze sechs und neun. Besonders erfreulich für Gauges ist es, dass die Frankfurterin ihre Bestleistung um mehr als eine zehntel Sekunde verbessern konnte und das, obwohl die U23-Athletin seit November nicht mehr offiziell trainieren durfte.

Fleischhauer lässt den Mehrkämpfern keine Chance

Kurz nach den Frauen starteten auch die Männer in den Vierkampf. Mit dabei war ein alter Hase der Leichtathletik und dennoch ein eher unbekanntes Gesicht in der Szene der Mehrkämpfer. Eintrachtler Georg Fleischhauer nutze die Chance und maß sich mit den Mehrkampf-Spezialisten in allen vier Disziplinen. In der ersten Disziplin konnte der Frankfurter Fleischhauer als amtierender Bronzemedaillengewinner der deutschen Meisterschaften seiner Favoritenrolle gerecht werden und überquerte nach 110 Metern und zehn Hürden als erster die Ziellinie. Die Uhr stoppte den Hessen bei 13,93 Sekunden. Den zweiten Rang in dieser Disziplin belegte der Italiener Dario Dester (Centro Sportivo Carabinieri) in 14,57 Sekunden. Der amtierende Weltmeister Niklas Kaul (USC Mainz) sortierte sich nur knapp dahinter mit 14,60 Sekunden auf Rang drei ein.

Die Entscheidung, den Wettkampf zu beenden, gibt somit nun die Möglichkeit, weiter zu regenerieren. Ich schaue positiv in die Zukunft und bereite mich auf die nächsten Wettkämpfe vor.

Caro Schäfer

Grimm und Grauvogel stark – Schäfer beendet vorzeitig

Als zweite Disziplin stand für die Mehrkämpferinnen der Weitsprung auf der Tagesordnung. Vanessa Grimm konnte auch in dieser Disziplin ihre starke Form zu Saisonbeginn unter Beweis stellen und sprang mit 6,11 Metern auf den ersten Platz und nur acht Zentimeter an ihrer Bestleistung vorbei. Den zweiten Rang belegte in dieser Disziplin Louisa Grauvogel (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 6,10 Meter. Die Frankfurterinnen Maira Gauges und Miriam Sinning belegten die Plätze fünf und sechs. Vize-Weltmeisterin Caro Schäfer kam nach zwei Versuchen nicht über 5,61 Meter hinaus und beendete den Wettkampf vorzeitig. „Es liegt einfach noch ein sehr, sehr harter Trainingsblock hinter mir, dementsprechend bin ich davon noch ziemlich platt“, so Schäfer. „Die Entscheidung, den Wettkampf zu beenden, gibt somit nun die Möglichkeit weiter zu regenerieren. So kann ich dem Körper die nötige Ruhe geben, sich zu erholen“ erklärt die Adlerträgerin nach dem Wettkampf. Trotz des unglücklichen Einstiegs blickt die Frankfurterin positiv in die Zukunft. „Ich weiß ja, woran es liegt und das ist vollkommen okay. Klar ist es nie schön, einen solchen Wettkampf zu haben und ich werde mit Sicherheit auch noch etwas daran zu knabbern haben. Aber morgen geht es weiter mit dem Training und dann schaue ich positiv in die Zukunft und bereite mich auf die nächsten Wettkämpfe vor“, so Schäfer vorrausschauend.

Fleischhauer aus dem Stand – Hutterer übernimmt die Spitze

Parallel zum Weitsprung der Frauen starteten die Mehrkämpfer in ihre zweite Disziplin des heutigen Tages. Im Diskuswurf testeten zusätzlich zum Mehrkämpferfeld die Frankfurter Jannis Wolff und Andreas Bechmann ihre Form. Der Tagessieg in dieser Disziplin ging an den Darmstädter Dennis Hutterer (ASC Darmstadt). Der Hesse kam im ersten Versuch auf eine Weite von 47,37 Meter. Auf Rang zwei landete der Ulmer Tim Nowak (SSV Ulm 1846) mit 46,60 Metern. Den dritten Platz belegt der Mainzer Niklas Kaul (USC Mainz) mit 45,12 Meter. Die Frankfurter Bechmann und Wolff kamen auf die Plätze sieben und acht. Ein guter Test für die Adlerträger. Hürdenspezialist Georg Fleischhauer sorgte für Jubelschreie. Der Frankfurter, der lange nicht mehr den Diskusring betreten hatte, warf sein 1000 Gramm schweres Arbeitsgerät auf 31,70 Meter. Aus dem Stand! Das brachte Fleischhauer eine große Menge an Beifall, ein Schmunzeln konnte er dabei nicht zurückhalten.

Grimm erneut stark

Im Anschluss an den Diskuswurf starteten die Mehrkämpferinnen in die zweite Wurfdisziplin des Tages. Auch im Ring kam an diesem Tag keine an Vanessa Grimm vorbei, die erneut an ihrer Bestleistung kratzte. Grimm stieß die vier Kilo schwere Kugel auf eine Weite von 14,14 Metern. Mehr als einen Meter dahinter landete die Leverkusenerin Sophie Weißenberg (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 12,86 Metern. Nur einen Zentimeter dahinter landete die Kugel ihrer Vereinskollegin Louisa Grauvogel. Gauges und Sinning belegten im Kugelstoßen die Plätze 14 und 15. Für Gauges bedeuten 9,95 Meter die dritte Bestleistung in der dritten Disziplin und das ohne Trainingsmöglichkeiten seit November. Die Freude war ihr aus dem Gesicht abzulesen.

Die zwei Leistungen heute sind sehr solide. Was Jannis und ich heute geleistet haben, da habe ich aufgrund der Umstände nicht unbedingt mit gerechnet.

Andreas Bechmann

Dester und Kazmirek mit der gleichen Weite

Die dritte Disziplin im Mehrkampf der Männer war an diesem Tag der Weitsprung. Der Sieg ging dabei an den Italiener Dario Dester. Der EM-Teilnehmer kam auf eine Weite von 7,45 Metern. Auf dieselbe Weite flog Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied), seine zweitbeste Weite konnte allerdings nicht mit der des Italieners mithalten und so reihte sich Kazmirek auf Platz zwei ein. Platz drei ging an den Darmstädter Dennis Hutterer (ASC Darmstadt) mit 7,38 Metern. Die Frankfurter Bechmann, Wolff und Fleischhauer kamen auf die Plätze sechs, acht und neun. Ein guter Einstieg in die Sommersaison für die Adlerträger um Andreas Bechmann. „Die zwei Leistungen heute sind sehr solide. Was Jannis und ich heute geleistet haben, da habe ich nicht unbedingt mit gerechnet“, so Bechmann zufrieden nach dem Wettkampf.

Grauvogel gewinnt im Sprint und auf der Bahn

Zu guter Letzt ging es für die Mehrkämpfer und Mehrkämpferinnen noch einmal auf die Bahn. Die Frauen starteten zuerst über die etwas ungewöhnliche Strecke von 150 Metern. Ungewöhnlich war jedoch nicht das Ergebnis. Louisa Grauvogel unterstrich ihre Stärke im Sprint erneut und gewann die 150 Meter deutlich in 17,79 Sekunden. Durch den Verzicht der Führenden Vanessa Grimm geht somit auch der Sieg in der Tageswertung an die Leverkusenerin mit 3.688 Punkten. Zweite wurde Isabel Mayer mit 3.460 Punkten. Komplettiert wurde das Podest von Maira Gauges mit 3.085 Punkten – mit Sicherheit eine der größten Gewinnerinnen des Wettkampfes. Platz vier belegte ihre Vereinskollegin Miriam Sinning.

Hutterer gewinnt Gesamtwertung – Fleischhauer setzt Ausrufezeichen

Die Mehrkämpfer starteten über 200m in der letzten Disziplin des Tages. Das Augenmerk lag hier besonders auf Georg Fleischhauer, der bereits im Hürdensprint gezeigt hatte, dass er in sehr guter Form ist. Eine Vermutung die der Frankfurter zu übertreffen wusste. Bereits auf den ersten 50 Metern hatte Fleischhauer alle seine Konkurrenten hinter sich gelassen und löste sich von dem Rest des Feldes. Die Uhr stoppte den Hürdenspezialist nach 21,44 Sekunden. Damit verfehlte der Frankfurter seine Bestzeit von vor neun Jahren nur um vier Hundertstel – und das im ersten Rennen der Saison. Ein starker Achtungserfolg! In der Gesamtwertung gewann der Darmstädter Dennis Hutterer mit 3.476 Punkten. Zweiter wurde Kai Kazmirek mit 3.429 Punkten gefolgt von Dario Dester mit 3.348 Punkten.

Nicht mehr mit von der Partie war der Weltmeister Niklas Kaul (USC Mainz). Der Mainzer verzichtete aus Schonungsgründen auf den finalen 200 Meter Lauf und zeigte sich glücklich nach drei Disziplinen. „Es war einfach schön, endlich wieder auf dem Platz Wettkämpfe machen zu können. Na klar ist es noch kalt und noch nicht ganz so tolles Wettkampfwetter, aber es ist einfach schön wieder dabei zu sein.“ Auch die Leistungen lassen den 23-Jährigen ein positives Resümee ziehen: „Ich bin super zufrieden mit den Leistungen heute.“

Weite Sprünge zum Abschluss

Zum Abschluss des Tages betraten die Sprung-Spezialisten das Stadion. Sowohl im Weitsprung der Frauen als auch im Hochsprung der Männer gab es dabei eine Vielzahl an erfreulichen Ergebnissen. Im Weitsprung siegte Adlerträgerin Julia Gerter mit einer Weite von 6,27 Metern. Im Hochsprung konnte sich Edgar Rivera (LT DSHS Köln ) mit 2,16 Metern vor Florian Hornig (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 2,13 Metern durchsetzen.

  • #Leichtathletik

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