02.08.2021

Premiere für Bartelsmeyer

Nach Campbell und Abuaku gibt der nächste Adlerträger in der Nacht zu Dienstag seine Olympia-Premiere: Amos Bartelsmeyer geht über die 1.500 Meter ins Rennen und hat dabei gute Chancen auf ein Weiterkommen.

Schon in der Highschool träumte der Eintrachtler und 1.500-Meter-Spezialist Amos Bartelsmeyer davon, einmal an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Nach der Erfüllung seines Lebenstraums gilt für den Deutsch-Amerikaner aber alles andere als das Motto „Dabei sein ist alles“. Der Adlerträger rechnet sich mehr aus.

Über die Weltrangliste zur Premiere

Wie auch Campbell und Abuaku, qualifizierte sich Bartelsmeyer über die Weltrangliste für seine ersten Olympischen Spiele, nachdem er die Qualifikationsnorm gleich zweimal denkbar knapp um exakt 24 Hundertstelsekunden verpasste. Anders als die meisten Athleten bestritt der Frankfurter allerdings nicht das Vorbereitungscamp im japanischen Miyazaki. Stattdessen zog es ihn auf die US-amerikanische Insel Hawaii, wo er die letzten Trainingseinheiten absolvierte. „Wir haben uns dafür entschieden, nach Hawaii zu gehen, um dort die Hitzeanpassung und Zeitverschiebung bestmöglich zu simulieren und dabei noch ein wenig vom Trubel abgeschottet zu bleiben“, erklärt Bartelsmeyer.

Ich freue mich, gegen die besten der Welt anzutreten. Ich möchte mich dort behaupten und in das Halbfinale einziehen.

Amos Bartelsmeyer

Seit einigen Tagen ist der Frankfurter nun im Olympischen Dorf in Tokio angekommen und zieht ein positives Fazit der ersten Station seiner Olympiareise. „Hawaii war sehr gut. Ich konnte super trainieren und mich voll auf mich konzentrieren. Ich bin nun mehr als bereit für mein erstes Olympisches Rennen“, so Bartelsmeyer euphorisch. Um 2.05 Uhr deutscher Zeit ist es dann so weit. Im ersten von drei Vorläufen bekommt es der Frankfurter gleich mit dem Topfavoriten auf Gold, Timothy Cheruiyot aus Kenia zu tun – eine zusätzliche Motivation für den Frankfurter.

„Ich freue mich, gegen die besten der Welt anzutreten. Ich möchte mich dort behaupten und in das Halbfinale einziehen“, so der Adlerträger kämpferisch. Dafür muss es Bartelsmeyer unter die ersten sechs Athleten seines Vorlaufes oder die sechs Zeitschnellsten schaffen – eine vermeintlich machbare Aufgabe. Der selbstbewusste Blick des Eintrachtlers geht dabei auch schon über den Vorlauf hinaus: „Ich war bei der WM in Doha 2019 im Halbfinale – auch dieses Mal soll es unter die ersten Zwölf gehen.“

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