30.07.2025
Leichtathletik

Saisonhöhepunkt in Dresden

In den kommenden vier Tagen finden in Dresden die diesjährigen Deutschen Leichtathletik Meisterschaften statt. Zahlreiche Adlerträger:innen werden dabei an den Start gehen und um die Medaillen kämpfen.

Endlich ist es so weit! Mit dem heutigen Tag werden die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik eröffnet, die in diesem Jahr im neu eröffneten Heinz-Steyer-Stadion im Rahmen der Finals in Dresden ausgetragen werden. Den Anfang machen dabei in den kommenden zwei Tagen die Mehrkämpfer:innen, die erstmalig zusammen mit den Einzeldisziplinen ihren Saisonhöhepunkt austragen.

Comeback Trio hofft auf Überraschungscoup

Mit von der Partie sind auch die Eintrachtler Andreas Bechmann, Jannis Wolff und Bjarne Gebhardt. Für die drei steht die diesjährige Sommersaison allesamt unter dem Titel „Comeback“. Alle drei hatten sich im vergangenen Jahr oder früh in der Saison verletzt und hoffen somit in Dresden auf eine Überraschung. Allen voran der U23-Europameister von 2021, Andreas Bechmann, dürfte dabei gute Chancen haben. Der Frankfurter konnte nach seiner schwerwiegenden Achillessehnenverletzung im vergangenen Jahr in diesem Sommer erstmalig wieder neun von zehn Disziplinen absolvieren und kann sich somit in Dresden auf eine ganz besondere Rückkehr auf die Wettkampfbühne freuen.

Hürdensprinter mit Medaillenchancen

Wie es ist, bei einer U23-EM an den Start zu gehen, weiß seit dieser Saison auch Zehnkämpfer Fred Isaac Fleurisson. Der Eintrachtler, der in diesem Sommer erstmalig die 8000 Punkte Marke überbieten konnte, wird in Dresden in den kommenden Tagen allerdings nicht alle zehn Disziplinen absolvieren, sondern versuchen die Spezialisten herauszufordern. Besonders gute Chancen hat der Adlerträger dabei über die 110 Meter Hürden. Mit seiner Saisonbestleistung von 13,96 Sekunden steht Fleurisson an Platz drei der Meldeliste und kann sich somit in dieser Disziplin berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen.

Über die 400 Meter Hürden kann allgemein sehr viel passieren, daher hoffe ich natürlich in diesem Jahr wieder unter die Medaillenränge laufen zu können.

Joshua Abuaku

Gleiches gilt auch für 400 Meter Hürden Spezialist Joshua Abuaku. Der WM-Finalist aus dem Jahr 2023 konnte in dieser Saison als einer von drei Athleten bereits mehrfach die 50 Sekunden Marke unterbieten und hofft somit in Dresden ebenfalls auf Edelmetall. „Die Saison verläuft derzeit sehr solide. Es fehlt noch ein Ausreißer nach oben und eine Zeit unter 49 Sekunden, aber ich bin guter Dinge, dass ich körperlich dazu in der Lage bin. Über die 400 Meter Hürden kann allgemein sehr viel passieren, daher hoffe ich natürlich in diesem Jahr wieder unter die Medaillenränge laufen zu können“, so Abuaku.

Titelchancen im Ring und auf der Bahn

Wie es sich anfühlt, Medaillen zu gewinnen, wissen die Frankfurter Hammerwerferinnen Aileen Kuhn und Samantha Borutta allemal. Die frischgebackene U23-Europameisterin und die Seriensiegerin der Deutschen Meisterschaften der letzten Jahre gelten aus Frankfurter Sicht als große Titelhoffnungen. Beide konnten diese Saison bereits mehrfach die 70 Meter überbieten und stehen somit auf der Meldeliste auf Platz eins (Kuhn) und zwei (Borutta). Klar, dass somit auch die Zielsetzung eindeutig ist: „Natürlich wollen wir bei der DM als Duo vorne angreifen. Wir haben in dieser Saison bereits viele Wettkämpfe bestritten und dabei schon tolle Erfolge feiern können. Ich hoffe auch in Dresden wieder auf einen spannenden Wettkampf und auf zwei Medaillen für die Eintracht“, so Kuhn.

Ich weiß, wo ich stehe und möchte definitiv unter die Medaillenränge kommen.

Smilla Kolbe

Titelchancen hat in diesem Jahr auch die Eintrachtlerin Smilla Kolbe. Die Adlerträgerin geht über die 800 Meter als die Jahresschnellste ins Rennen und trifft dabei unter anderem auf Maitje Kolberg, die Deutschen Hallenmeisterin über die 1500 Meter. Nach der langen Saison, die für Kolbe bereits im Mai begonnen hat, ist der Titel daher kein Selbstläufer. „Die Saison bis hierhin war einfach großartig! Ich konnte mit der Team-EM, den NCAA-Finals und der Universiade bereits so viele Highlights erleben und bin unglaublich stolz auf alles, was ich erreicht habe. Die Form so lange aufrechtzuerhalten ist sehr schwer und daher bin ich gespannt, wie das kommende Wochenende abläuft. Ich weiß, wo ich stehe und möchte definitiv unter die Medaillenränge kommen. Wofür es letztendlich reichen wird, werden wir sehen“, so Kolbe.