17.06.2012

Silber und Bronze am zweiten DM-Tag

Nachdem am Samstag Betty Heidler und Ariane Friedrich bereits Gold gewonnen hatten, gab es am Sonntag noch einmal Silber durch die Staffel und Bronze durch Homiyu Tesfaye Heyi für die LG Eintracht Frankfurt.

Nachdem am Samstag Betty Heidler und Ariane Friedrich bereits Gold gewonnen hatten, gab es am Sonntag noch einmal Silber durch die Staffel und Bronze durch Homiyu Tesfaye Heyi (Foto: Götze) für die LG Eintracht Frankfurt.



Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften hatte Homiyu Tesfaye Heyi für die große Überraschung gesorgt, als er Vize-Europameister Carsten Schlangen aus Berlin geschlagen hatte. Eine Wiederholung gelang ihm diesmal nicht. Als Carsten Schlangen 600 Meter vor dem Ziel das Tempo anzog und der Regensburger Florian Orth mitging, musste Homiyu Tesfaye Heyi das Duo ziehen lassen. Er führte allerdings das Verfolgerfeld an und gewann in3:45,67 Minute Bronze.

In den vergangenen neun Jahren hatten die Frankfurter 400-Meter-Staffelläufer siebenmal bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Podest gestanden. Sechsmal davon holten sie Gold. Auch dieses Mal mischten Michael Pflüger, Benjamin Jonas, Niklas Zender und Clemens Höfer im Kampf um Gold munter mit. Benjamin Jonas brachte die Frankfurter Staffel nach dem ersten Wechsel in Führung, Niklas Zender verteidigte diese und schickte Clemens Höfer als Führenden auf die letzte Runde. Doch eingangs der Zielgeraden zog der Münchner Hürdenläufer David Gollnow, der bis dahin an Position zwei gelauert hatte, an Clemens Höfer vorbei und sicherte seinem Team in 3:07,91 Minuten den Sieg. Frankfurt musste sich in 3:08,57 Minuten wie im Vorjahr mit Rang zwei begnügen, führte aber die Erfolgsgeschichte der Läufer aus der Mainmetropole fort. Die Frauen-Staffel mit Gianina Gartmann, Sabine Bachmann, Lisa Hübner und Julia Höhre lief über 4x400 Meter in 3:51,64 Minuten auf den zehnten Rang.

Zwar schrammte Gesa Krause über 1.500 Meter knapp an einer Medaille vorbei, die 19-Jährige war aber trotzdem rundum glücklich. Im Rennen, das die Regensburgerin Corinna Harrer in 4:11,04 Minuten gewann, wurde sie in 4:11,94 Minuten Vierte. Ihre Freiluft-Bestleistung verbesserte sie damit um fast sieben Sekunden. „Wir hatten schon vor der Saison gesagt, dass ich hier die 1.500 Meter laufe, wenn ich die Hindernis-Norm schon in der Tasche habe“, erklärte sie. Dies sei vor allem für ihre Grundschnelligkeit gut, und außerdem „konnte ich so in einem hochklassigen Feld laufen. Ich konnte mit den Besten mithalten, habe meine Bestleistung verbessert und bin super glücklich.“

Die 5.000-Meter-Läufer hielten sich am Anfang bei der Tempoarbeit etwas zurück, Nico Sonnenberg war in der Spitzengruppe dabei. Erst als der Tübinger Arne Gabius nach 4.000 Metern das Tempo anzog, fiel er zurück. In 14:05,08 Minuten lief der 21-Jährige auf einen guten sechsten Rang. Richtig zur Sache ging es dagegen von Beginn an bei den 400-Meter-Läufern. Als Vierter und Fünfter bogen Niklas Zender und Benjamin Jonas auf die Zielgerade ein und verteidigten diese Plätze bis ins Ziel. In 46,82 bzw. 47,09 Sekunden empfahlen sie sich für einen EM-Startplatz in der Staffel.

Um 2,28 bzw. 2,26 Meter, was die A- und B-Norm für die EM sind, ging es im Hochsprung für Martin Günther. Doch bereits bei 2,19 Metern musste er zum ersten Mal zittern. Die Höhe überflog er erst im dritten Anlauf – da aber mit deutlichem Abstand zur Latte. Bei 2,22 Metern war dann allerdings Endstation, wenn auch mit Pech. Beim letzten Versuch wackelte die Latte lange, fiel dann aber doch. Als Vierter verpasste er eine Medaille knapp.

Bereits am Samstag hatte es zwei Medaillen für Frankfurt gegeben. Hammerwerferin Betty Heidler holte sich mit 73,65 Metern überlegen ihren achten Titel in Folge. 1,86 Meter reichten Hochspringerin Ariane Friedrich für ihren sechsten Titelgewinn im Freien.

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