Die Finals in Berlin gehören zu den größten sportlichen Ereignissen des Landes. Auch in diesem Jahr waren viele Athletinnen und Athleten von Eintracht Frankfurt bei dem Multisportevent in Berlin vertreten und kämpften um die Meistertitel in ihren Disziplinen.
Borutta verteidigt Titel
Mit Samantha Borutta stellte die Eintracht eine der Favoritinnen um die Medaillenplätze im Hammerwurf. Mit einer Weite von 72,14 Meter qualifizierte sich die Adlerträgerin Anfang Juni für die Deutschen Meisterschaften und wusste auch bei diesen zu überzeugen. Mit einer Weite von 67,09 Metern übertraf sie die Konkurrenz klar mit über einem Meter Vorsprung und sicherte sich die Goldmedaille. „Ich hatte diese Woche eine Erkältung, deswegen war alles ein bisschen schwieriger. Aber bei der Deutschen Meisterschaft wollte ich natürlich nicht fehlen“, erklärte die Adlerträgerin, die bereits Anfang des Monats die EM-Norm knacken konnte, im Nachgang des Wettbewerbs. Gleichwohl Borutta die Norm für die ebenfalls anstehenden Weltmeisterschaften verpasste, zeigte sich die 22-Jährige stolz über ihre Leistung in Berlin: „Am Ende zählt für mich bei einer Meisterschaft die Platzierung und ich habe meinen Titel verteidigt“, so die Werferin.
Auch Sören Klose, der ebenfalls als Hammerwerfer bei den Deutschen Meisterschaften antrat, kehrt mit Edelmetall nach Frankfurt zurück. Mit einer Weite von 67,39 Metern sicherte sich der erst 20-Jährige die Bronzemedaille.
„Manchmal musst du mit dem Herzen laufen“
Auch die Läufer im Adlerdress, die sich bei den Deutsche Meisterschaften mit der nationalen Konkurrenz maßen, konnten in Berlin Erfolge feiern. Am ersten Wettkampftag der Leichtathleten trat Sam Parsons, der sich bereits bei den Hallenmeisterschaften in Leipzig die Silbermedaille sichern konnte, über 5000 Meter an. Mit einer Zeit von 13:43,48 Minuten erkämpfte sich der Adlerträger den zweiten Platz. Trotz Schwierigkeiten in der Vorbereitung, unter anderem bedingt durch eine Corona-Infektion, konnte Parsons eine beeindruckende Leistung erbringen. „Dieser Sport spielt sich zu einem so großen Teil im Kopf ab“, erklärte der 28-Jährige nach seinem Wettkampf. „Ich bin stark, es ist da. Manchmal musst du mit deinem Herzen laufen, weil du weißt, die Beine sind nicht da. Das habe ich heute gemacht: Ich bin mit dem Herzen gelaufen.“
Teamkollege Marc Reuther, der sich bereits bei der Hallen-DM Edelmetall sicherte, durfte sich ebenfalls über eine Medaille freuen. Im Wettkampf der Männer über 800 Meter lief der 26-Jährige eine Zeit von 1:49,67 Minuten und sicherte sich die Bronzemedaille.
Nächste Highlights warten schon
So kehren die Eintrachtlerinnen und Eintrachtler mit insgesamt vier Medaillen aus Berlin nach Frankfurt zurück. Doch damit noch lange nicht Schluss: Sieben Mal Platz 4 bis 8 und sechs Mal Platz 9 bis 12 bedeuten insgesamt 17 Plätze in 14 unterschiedlichen Disziplinen unter den besten Zwölf. Eine starke Bilanz, findet auch Abteilungsleiter Michael Krichbaum: „Der Verein hat auch mit der großen Vielseitigkeit für Aufmerksamkeit gesorgt. Es gab Bestleistungen und Jahresbestleistungen, sodass wir eine positive Bilanz ziehen können. Unsere Athletinnen und Athleten haben die Eintracht blendend vertreten.“
Doch lange durchatmen kann die Abteilung nicht, denn die nächsten Highlights stehen bereits bevor: Im Juli messen sich die Besten der Besten bei der Weltmeisterschaft in den USA, ehe im August die Heim-Europameisterschaft in München ansteht. Und auch hier hoffen alle Beteiligten natürlich auf Edelmetall.
Alle Ergebnisse im Überblick
Name | Disziplin | Platzierung | Weite/Zeit |
---|---|---|---|
Samantha Borutta | Hammerwurf | 1. Platz | 67.09 Meter |
Sam Parsons | 5000 Meter | 2. Platz | 13:43.48 Minuten |
Sören Klose | Hammerwurf | 3. Platz | 67.39 Meter |
Marc Reuther | 800 Meter | 3. Platz | 1:49.67 Minuten |
Jana Lowka | Speerwurf | 4. Platz | 65.10 Meter |
Christoph Gleixner | Hammerwurf | 5. Platz | 64.09 Meter |
Philipp Heckmann | Hochsprung | 5. Platz | 2.09 Meter |
Nele Weßel | 1500 Meter | 5. Platz | 4:26.55 Minuten |
Stavenow, Zwergel, Sinnig, Hofmann | 4x100 Meter Staffel | 6. Platz | 45.80 Sekunden |
Eric Herbert | 400 Meter Hürden | 7. Platz | 52.73 Sekunden (PB) |
Malin Stavenow | Weitsprung | 7. Platz | 6.10 Meter |
Nathalie Buschung | Weitsprung | 11. Platz | 12.36 Meter |
Amos Bartelsmeyer | 1500 Meter | 12. Platz | 3:56.44 Minuten |
Svenja Sommer | 1500 Meter | 12. Platz | 4:34.57 Minuten |
Lilly Urban | Speerwurf | 12. Platz | 47.86 Meter |