19.08.2022

Starker zweiter Wettkampftag für Schäfer

Auch am zweiten Wettkampftag des Siebenkampfs bei der Leichtathletik EM begeistert Carolin Schäfer mit starken Leistungen und schließt den Wettkampf auf Rang Sechs ab.

Ein starker erster Turniertag und eine Zwischenplatzierung auf Rang sechs des Siebenkampfes bei den Europameisterschaften der Leichtathletik brachten Carolin Schäfer vor dem heutigen Wettkampftag in eine aussichtsreiche Position. Die Adlerträgerin konnte über die 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen und den 200 Meter Sprint insgesamt 3707 Punkte erkämpfen und dabei mehrfach ihre Saisonbestleistung in den jeweiligen Disziplinen übertreffen. Am zweiten Tag des Siebenkampfes hieß es für Schäfer, an die hochklassigen Leistungen vom Mittwoch anzuknüpfen.

Der Donnerstag startete mit einem Rückschlag für die Adlerträgerin. Im Weitsprung kam Schäfer am Morgen des Wettkampftages nicht über eine Weite von 5,82 Metern hinaus, was die Siebenkämpferin vor dem Speerwurf auf Rang 10 zurückwarf. „Im Weitsprung kann ich aktuell nicht wirklich mehr erwarten, das war schon die ganze Saison so mit der Weite. Da muss ich schwer schlucken, ja, aber ich muss jetzt auch einfach so hinnehmen und das Beste draus machen“, erklärt Schäfer im Nachgang des Wettkampfes.

Herausragende Leistung im Speerwurf

Von dem schwierigen Start in den Tag ließ sich Schäfer jedoch keinesfalls entmutigen. Schon im ersten Wurf erzielte sie mit dem Speer eine Weite von 50,18 Metern – eine Leistung, die an diesem Tag lediglich von der Ungarin Xénia Krizsán übertroffen werden konnte und eine weitere Saisonbestleistung für Schäfer bedeutet. So startete die Eintrachtlerin auf Rang Sieben in den Lauf über 800 Meter, der letzten Disziplin des Siebenkampfes.

Vor großartiger Kulisse im Münchener Olympiastadion ging Schäfer am späten Donnerstagabend zu diesem an den Start und zeigte abermals eine starke Leistung. Nachdem der Start wegen einer Unwetterwarnung nach hinten verschoben werden musste, schloss die Adlerträgerin das Rennen schließlich mit einer Zeit von 2:17.55 Minuten als Neuntplatzierte ab und erkämpfte sich so 857 weitere Punkte für die Gesamtwertung. „Die 800 Meter waren echt nochmal brutal. Das lange Warten vor dem Start hat zusätzlich an den Kräften gezerrt. Aber ich habe mich durchgequält, über die letzten 300 Meter Vollgas gegeben und auf diesen nochmal ein paar Läuferinnen eingeholt“, erklärt Schäfer nach dem finalen Lauf.

„Die Europameisterschaft war ein Highlight meiner Karriere“

In der Gesamtwertung belegt die Eintrachtlerin nach zwei ereignisreichen Wettkampftagen mit 6223 Punkten einen starken sechsen Platz und kann sehr zufrieden auf die Europameisterschaften zurückblicken.  „Die Europameisterschaft war ein Highlight meiner Karriere. Natürlich hätte ich mir von den Punkten her etwas mehr erhofft, aber mein Ziel war es, in die Top 6 zu kommen und das habe ich geschafft“, so Schäfer. Sie fügt an: „Der Wettkampf über zwei Tage war echt eine Achterbahn der Gefühle und gerade vor heimischen Publikum ein echter Gänsehautmoment.“

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